Unsere Indikatoren
«Unsere Indikatoren» zur Messung von Nachhaltigkeit wurden in enger Zusammenarbeit mit den relevanten Akteuren aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Beratung und Forschung für die gesamte Wertschöpfungskette entwickelt.
Nutzerinnen und Nutzer können mit den Indikatoren Ziele festlegen und Fortschritte messen. Die Indikatoren lassen sich aber auch für Benchmark-Vergleiche nutzen: wo stehe ich im Vergleich zur Konkurrenz? Wo habe ich Handlungsbedarf? Ein erster 2025 erarbeiteter Prototyp mit einfach gehaltenen Indikatoren illustriert die Funktionsweise von «Unsere Indikatoren».
Für jeden Indikator wurden Zielsetzung, Messgrössen, Berechnungslogiken, Datenquellen und Hinweise zur praktischen Anwendung beschrieben. 2026 wird ein Kernset von rund zwanzig Indikatoren erarbeitet. Die Steckbriefe beschreiben jeweils auf einer Seite die Eckpunkte eines Indikators, skizzieren erste – vereinfachte – Berechnungsansätze und machen Angaben zur Datenherkunft.. Detailliertere Informationen zu den einzelnen Indikatoren, sind im Archiv zu finden.
Struktur
Das Indikatorensystem von «Unsere Indikatoren» basiert auf einem holistischen Ansatz, der die gesamte Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft berücksichtigt.
Zusammenhang von Dimensionen und Indikatoren

Nicht jeder Indikator ist für alle Akteure gleich relevant, weshalb das System eine selektive Anwendung ermöglicht. Ein Ackerbaubetrieb benötigt beispielsweise keine Bewertung der Tiergesundheit, während diese für die Viehwirtschaft essenziell ist. Durch die Kombination aus übergreifenden Indikatoren und anpassbaren Subindikatoren bleibt das System flexibel und dennoch vergleichbar.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Datenverfügbarkeit und -integration. Das System setzt auf die Nutzung bereits vorhandener Datenquellen, um den Erhebungsaufwand für die Betriebe zu minimieren und gleichzeitig eine hohe Datenqualität zu gewährleisten.
Wechselwirkung zwischen den Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Ethik/Soziales

Ziel ist es, ein praxisnahes, wissenschaftlich fundiertes und breit anwendbares Instrument zur Nachhaltigkeitsbewertung bereitzustellen, das sowohl für Betriebe, in der Wertschöpfungskette als auch für die politische Steuerung genutzt werden kann.
Ergebnisorientierte Direktzahlungen (EDZ), Zielvereinbarungen (ZV), Label- oder Beschaffungsanforderungen könnten sich aus einem Nachhaltigkeits-Indikatorensystem (NH-IS) bedienen.